Assessment-Center: Schwitzen für den Traumjob

Assessment-Center: Schwitzen für den TraumjobImmer mehr Firmen setzten bei der Rekrutierung qualifizierten Personals auf aufwendige Auswahlverfahren. Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern ist mit einem nicht zu vernachlässigenden zeitlichen und finanziellen Aufwand für Unternehmen verbunden. Stellt sich während der Probezeit dann heraus, dass eine Stelle fehlbesetzt worden ist, beginnt die Mitarbeitersuche von vorne. Deshalb gilt auch beim Bewerbungsverfahren: Niemand kauft gerne die Katze im Sack.

Ein Gespräch, in dem das Unternehmen den Bewerber persönlich kennenlernt und er seine bisherige berufliche Laufbahn umreißt sowie seine Stärken und Schwächen darstellt, ist in den meisten Branchen selbstverständlich. Auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern gehen viele Unternehmen heute aber noch einen Schritt weiter und greifen auf so genannte Assessment-Center zurück.

Anders als in einem Vorstellungsgespräch werden hier persönliche Stärken und fachliche Kompetenzen nicht nur besprochen, sondern auf Herz und Nieren gecheckt: Die besten Kandidaten haben schließlich auch die besten Aussichten auf den Job. Im Grunde entspricht dieses Auswahlverfahren einer Prüfungssituation. Fachliche Kompetenzen spielen dabei allerdings eine eher untergeordnete Rolle. Vor allem die so genannten Soft Skills stehen während der Prozedur, die oft mehrere Tage dauert, fast ununterbrochen auf dem Prüfstand.

Die Idee ist nicht neu: Bis in die 90er Jahre hinein wurden solch aufwendige Verfahren aber fast ausschließlich bei der Rekrutierung hochspezialisierter Führungskräfte angewendet. Mittlerweile nutzt jedoch jedes zweite Unternehmen in Deutschland das Assessment-Center für die Suche nach geeignetem Personal. Mitunter werden sogar Ausbildungsstellen erst nach umfangreichen Tests besetzt.

Das A und O: Eine gute Vorbereitung

Informieren Sie sich im Vorfeld gründlich über das Unternehmen sowie seine Produkte und Dienstleistungen – nur so können Sie alle Fragen souverän beantworten. Sie sollten zudem die Gründe Ihrer Bewerbung überzeugend formulieren können. Faustregel: Die Vorbereitung muss mindestens ebenso gründlich sein wie die auf das klassische Vorstellungsgespräch.

Unsicherheiten bei der Kleiderfrage? Tragen Sie, was sich auch bei einem Vorstellungsgespräch bewährt: Eine konservative und gepflegte Garderobe. Zusätzlicher Tipp: Legen Sie eine Uhr an – so haben Sie bei jeder Aufgabe die Zeit im Blick.

Sehr beliebt sind Fragen nach Stärken und Schwächen. Arbeiten Sie gerne im Team? Oder sind Sie ein Einzelkämpfer? Kleine Schwächen können Sie gestehen, achten Sie allerdings auf eine positive Formulierung. Vorsicht: Überheblichkeit und Übertreibungen sind hier ebenfalls fehl am Platz. Lügen haben kurze Beine!

Kompetenzen auf dem Prüfstand

Eine weitere Hürde: Der spontane Sprachtest. Bereiten Sie sich auf diesen insbesondere dann intensiv vor, wenn Sie Ihre guten Fremdsprachenkenntnisse in der Bewerbung hervorgehoben haben. Seien Sie höflich und freundlich, ohne aufgesetzt zu wirken – auch Ihren Mitbewerbern gegenüber. Das symbolisiert soziale Kompetenz. Kurz: Zeigen Sie sich von Ihrer Schokoladenseite.

Bei dem Einstellungstest müssen Sie sich auf verschiedene Situationen vorbereiten. Häufige Herausforderungen sind Rollenspiele, Gruppendiskussionen, das persönliche Interview sowie das Abhalten einer Präsentation, deren Thema fast immer vorgegeben wird. Ein einzelner Test dauert in der Regel etwa zehn Minuten.

  • Antworten auf die wichtigsten Fragen sowie weitere Tipps auf einen Blick.
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