Telefoninterview: Mit diesen Fragen müssen Sie rechnen

Immer wieder begehen Bewerber den Fehler, das telefonische Gespräch mit dem Personaler auf die leichte Schulter nehmen. Dieses Telefonat ist häufig ein wichtiger Bestandteil des Auswahlprozesses: Hier werden offene Fragen geklärt, und wer einen guten Eindruck hinterlässt, erhöht seine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch.

Tipps zu den Fragen im Telefoninterview„Im Prinzip ist das Telefoninterview ein kleines Bewerbungsgespräch“, so Maria Nevado, Regional Recruitment Manager des Online-Stellenportals www.stepstone.de. „Es dient vor allem dazu, Unklarheiten, die aus den Bewerbungsunterlagen hervorgehen, zu beseitigen.” Eine klaffende Lücke im Lebenslauf zum Beispiel mache jeden Arbeitgeber stutzig. Recht häufig gebe es jedoch triftige Gründe für eine berufliche Auszeit. Das Telefonat sei eine unkomplizierte Möglichkeit, diese Unklarheiten anzusprechen, denn: „Bei interessanten Kandidaten hakt der Personaler gerne nach.“

Interviewthemen sind unter anderem fehlende Informationen: Beispielsweise enthält die Bewerbung keine Angaben zum gewünschten Gehalt oder es ist nicht genau ersichtlich, über welche fachlichen und persönlichen Fähigkeiten der Bewerber tatsächlich verfügt.

Das wichtigste Argument für das Telefonat mit dem Personaler ist praktischer Natur: „Sowohl Bewerber als auch Arbeitgeber können viel Zeit und Geld sparen, wenn sich bereits während des Gesprächs herausstellt, dass der Bewerber den Anforderungen nicht gerecht wird“, sagt Maria Nevado. Beispiel Fremdsprachenkenntnisse: Mit Formulierungen wie „sehr gutes“ oder „verhandlungssicheres Englisch“ werde oft zu großzügig umgegangen. Ob ein Bewerber den sprachlichen Anforderungen tatsächlich gerecht wird, lässt sich durch einen Anruf rasch herausfinden. Das Interview ist somit das zweite Auswahlverfahren im Bewerbungsprozess.

Schlägt der Interviewer einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vor, haben Sie sich am Telefon angemessen präsentiert. Beendet der Interviewer das Gespräch, ohne Sie einzuladen, müssen Sie sich wahrscheinlich weiter nach einem Job umschauen. Doch: Kann ein verpatztes Telefonat einen dicken Strich durch die Karriere-Rechnung machen? Wie wichtig ist der Eindruck, den man am Telefon hinterlässt?

Der erste Eindruck – was zählt er wirklich?

„In der Regel hängt das vor allem von der Art des Jobs ab“, so Maria Nevado. „Von einem Bewerber, der im Job häufig Kundenkontakt haben soll, erwarte ich beim telefonischen Interview einfach ein professionelleres Auftreten als von einem IT Fachmann oder einem Mitarbeiter aus dem Bereich Controlling.“

Einige Fragen, auf die Sie sich vorbereiten sollten, wird man Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit stellen: Wieso bewerben Sie sich gerade in diesem Unternehmen? Nutzen Sie in jedem Fall das Internet, um auf der Unternehmens-Website die wichtigsten Eckdaten zu recherchieren und somit sinnvolle Antworten geben zu können. Weshalb möchten Sie sich beruflich verändern? An dieser Stelle empfiehlt es sich nicht, über den Chef oder die Mitarbeiter zu lästern – damit hinterlassen Sie garantiert einen schlechten Eindruck bei Ihrem Gesprächspartner. Mögliche Antworten auf diese Fragen sind der Wunsch nach neuen Tätigkeitsfeldern oder dem beruflichen Aufstieg. Denken Sie im Vorfeld zudem gut darüber nach, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen, denn auch danach wird man Sie fragen. Eine gute Vorbereitung ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Telefoninterview.

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Ausgewählte Jobs auf arbeiten.de vom 23.11.2014:

    Ausgewählte Jobs auf stepstone.de vom 23.11.2014:

      Dieser Eintrag wurde am 03. November 2008 um 15:34 Uhr von StepStone veröffentlicht und ist Teil der Kategorie(n) Fragen beim Vorstellungsgespräch. Sie können alle Antworten auf diesen Beitrag durch den RSS 2.0 Feed mitverfolgen.
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