Sind Sie bereit für das Assessment-Center?
Immer häufiger setzen Unternehmen bei der Suche nach geeignetem Personal auf das Assessment-Center. Wer hier gut abschneiden will, muss perfekt vorbereitet sein. Wir stellen die Hauptaufgaben im Assessment-Center vor.
Stolperstein im Assessment-Center: Die Gruppendiskussion
Die Gruppendiskussion im Assessment-Center gibt dem Arbeitgeber die Möglichkeit, die Bewerber im direkten Vergleich zu beurteilen. Das Diskussionsthema wird in der Regel vorgegeben. Sprechen Sie klar und deutlich und fallen Sie Ihren Mitbewerbern auf keinen Fall ins Wort. In diesem Teil des Assessment-Centers geht es nicht darum, mit fundiertem Fachwissen zu prahlen.
Personaler testen hier in erster Linie Ihre Teamfähigkeit. Achten Sie deshalb besonders auf Freundlichkeit und Rücksicht während der Diskussion. Ebenso wichtig: Ein sicheres Auftreten sowie das Formulieren klarer Standpunkte. Bekräftigen Sie ihre Meinung mit überzeugenden Argumenten, aber akzeptieren Sie auch gegensätzliche Auffassungen. Faustregel: Punkten Sie mit Höflichkeit und guten Argumenten sowie mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Überzeugungskraft und Kompromissbereitschaft. Kritik an anderen ist erlaubt, allerdings muss sie gut begründet sein. Persönliche Angriffe sind im Assessement-Center tabu.
Ein wichtiger Teil des Assessment-Centers: Die Präsentation
Eine weitere Aufgabe, die es bei einem Assessment-Center zu meistern gilt, ist das Abhalten einer Präsentation zu einem vorgegebenen Thema. Viele Bewerber fürchten diesen Teil besonders, denn die Vorbereitungszeit ist fast immer extrem kurz. Lassen Sie sich nicht verunsichern – das knappe Zeitfenster ist gezielt kalkuliert, um die Leistungsfähigkeit des Bewerbers in Stresssituationen zu testen. Deshalb geht es bei der Präsentation im Assessment-Center vor allem darum, die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche reduzieren zu können, unter Beweis zu stellen. Tipp: Vertiefen Sie die wichtigsten Punkte und begründen Sie Ihre Auswahl.
Die Präsentation sollte klar und verständlich strukturiert sein und durch anschauliche Beispiele überzeugen. Besonders wichtig ist der Blickkontakt mit Ihren Zuhörern. Übrigens: Bei Zwischenfragen gilt es, Spontaneität und Flexibilität zu beweisen – Fähigkeiten, die im Berufsleben extrem wichtig sind. Die Präsentation beim Assessment-Center bietet dem Arbeitgeber die ideale Gelegenheit, Sie auf solche Soft Skills zu überprüfen.
Rollenspiele im Assessement-Center: Worauf es ankommt
Im Rahmen von Rollenspielen von zumeist ca. zehn Minuten Länge werden Situationen simuliert, die den Bewerber im Berufsalltag erwarten. Möglich sind Szenarien wie Kunden- oder Mitarbeitergespräche, in denen der Bewerber einen Konflikt lösen muss.
In Rollenspielen im Assessment-Center gibt es eine Reihe von Fettnäpfchen, in die man tappen kann. Tipp: Lassen Sie sich nicht zu Unterstellungen oder Rechtfertigungen hinreißen, dies wirkt wenig souverän. Besser: Gezielt verstecktes Lob in die Diskussion einbauen. Sagen Sie beispielsweise: „Herr Meyer, gerade weil ich Sie als fähigen und engagierten Mitarbeiter schätze, überrascht mich Ihr schlechtes Ergebnis in der Sache XY.“
Aus Sicht des Unternehmens liegen die Vorteile des Rollenspiels auf der Hand: Hier ist noch mehr Spontaneität gefragt als bei der Präsentation. Der Bewerber wird mit einer Situation konfrontiert, auf die er sich nur schwer vorbereiten kann. Personaler versuchen auf diese Weise festzustellen, inwieweit sich der Kandidat auf seinen Gesprächspartner einzustellen vermag. Auch wenn das Verhalten des Gegenübers nicht vorhersehbar und die Unterhaltung somit schlecht planbar ist: Die kurze Vorbereitungszeit sollte zumindest für die Erarbeitung einer groben Strukturierung des Gesprächsablaufes genutzt werden.
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29.7.2010
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