Gefahr für Bewerbungen: Spuren im Internet
Immer mehr Personalchefs nutzen das Internet, um Informationen zu Bewerbern und deren Bewerbungen zu ergattern. Es ist eine gängige Vorgehensweise, den Namen des Bewerbers in Suchmaschinen einzugeben. Viele Bewerber fallen dabei negativ auf, oft mit folgenschweren Auswirkungen auf die Bewerbung.
Wer hat nicht schon den Namen von Bekannten oder Freunden bei Google eingegeben? Lustig, was dabei manchmal herauskommt: Launige Forenbeiträge ebenso wie wilde Partyfotos. Was privat vielleicht nicht weiter schlimm ist, kann sich bei Bewerbungen böse rächen. Denn: Viele Personalchefs nutzen Google und Co., um Bewerber einzuschätzen. Der Bund Deutscher Unternehmensberater geht davon aus, dass rund jeder dritte Personalmanager in deutschen Unternehmen eingehende Bewerbungen im Internet checkt. Die Gefahr: Suchmaschinen werfen selbst die älteste Information über Bewerber aus.
Mithilfe des Internets lassen sich häufig umfassende Rückschlüsse auf Lebenslauf, Vergangenheit, Meinungsäußerungen und Freizeitaktivitäten des Kandidaten ziehen. Personalprofis sprechen dabei von B-Profil. Weicht dieses vom so genannten A-Profil, also den offiziellen Bewerbungsunterlagen, ab, wird es eng für den Bewerber. Oft werden entsprechende Bewerbungen sofort aussortiert. Bewerber, die dennoch zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, geraten schnell in ein Kreuzverhör und müssen sich peinlichen Fragen stellen.
Pro Bewerbungen: Keine Spuren sind die besten Spuren
Wie können Bewerber ihre Bewerbungen also schützen? Die Antwort ist einfach, aber schwer durchzuhalten: Hinterlassen Sie am besten keine Spuren im Internet. Der Grund liegt auf der Hand: Die Betreiber von Websites bzw. Suchmaschinen sind grundsätzlich nicht verpflichtet, negative Spuren zu löschen! Nur bei klaren Rechtsverstößen werden Seitenbetreiber aktiv.
Um immer informiert zu sein, was im Vorstellungsgespräch mit den eigenen Bewerbungen verbunden werden kann, sollten Bewerber regelmäßig ihren Namen in Suchmaschinen eingeben. Hintergrund: Im Vorstellungsgespräch kann man so wenigstens nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wer weiß, welche Informationen Google ausspuckt, kann sich vorbereiten. Mit sympathischen Antworten können Bewerber dann ihre Bewerbungen retten.
Eine nette Videodokumentation behandelt genau dieses Thema:
Schlagwörter zu diesem Artikel:Ausgewählte Jobs auf arbeiten.de vom 04.02.2012:
Ausgewählte Jobs auf stepstone.de vom 04.02.2012:




69 Prozent der Personalprofis nutzen das Medium dazu immer häufiger, mit entsprechenden Konsequenzen: In 34 Prozent der Fälle flogen Kandidaten schon nach den Online-Recherchen aus dem Auswahlprozess.
Sehr interessantes Video! Die Auswahl erfolgte wohl durch eine für diesen Job überqualifizierte Frau im quälendem Single-Dasein. Ich frage mich, ob der Personlachef gerade seine erste Scheidung durchlebt und eventuell den Wunsch nach einem Vaterschaftstest gegenüber seiner sicherlich über jeden Zweifel erhabenen Frau geäußert hat. Ich hoffe nicht den Eindruck von intreganten Spekulationen bei Ihnen zu erwecken.
Na ist doch super, denn der Umkerhschluss gilt vielleicht auch.
Ich lasse mich mit einer wohltätigen Organisation filmen
und habe jeden Arbeitsplatz sicher auch wenn ich eigentlich nicht
qualifizier wäre.
Also wenn ihr einen eintrag bei google habt schreibt den Webmaster der Seite einfach eine Mail er solle das rausnehmen, die meisten machen das..
hi also mir gefällt das nicht so weil sie nicht meinen beruf zur beiköchen drinen haben sonst ist die seite eigentlich in ortnung
Also dem Satz (im Artikel) “Pro Bewerbungen: Keine Spuren sind die besten Spuren” würde ich nicht zustimmen…
Es gibt auch gute Spuren wie etwa sinvolle und qualitativ hochwertige Forenbeiträge oder gar selbst geführte Projekte…
Das Bild der letzten Suffparty gehört halt nicht dazu…
Mfg
2called-chaos
ist echt toll
Der Text ist ok.
Das Video hingegen ist einfach nur peinlich. Zuerst soll mit Pseudo-Überwachungskamera-Sequenzen und bedeutungsschwerer, instrumentaler Untermalung ein diffuses Gefühl von “beobachtet werden” konstruiert werden.
Danach soll man allen ernstes glauben, dass ein Bewerber allein aus dem Grund, ihm zu erklären, man wolle Leute wie ihn nicht in der Firma haben und um ihn anschließend rauszuschmeißen, zu einem “Bewerbungsgespräch” eingeladen wird.
Die Krönung ist, dass ich allen Ernstes auf eben der Seite, die mir erklärt ich solle keine Spuren im Internet hinterlassen, für einen Kommentar meinen Namen und meine eMail angeben soll.
Also ich bin auch ziemlich aktiv im www unterwegs, nehme auch an Foren und Communities teil. Aber ich poste bzw. veröffentliche nur Dinge, die ich vertreten kann, ggf. auch einem Personalchef gegenüber – also nichts, das mir peinlich sein müßte.