Der Lebenslauf: Aufbau, Inhalt und Aussehen

Mit dem Lebenslauf, auch Curriculum Vitae oder CV genannt, erhält das Unternehmen einen genauen Überblick über Ihre individuellen Personendaten, Ausbildung und berufliche Entwicklung. Er ist somit das Kernelement Ihrer Bewerbungsunterlagen und eine wesentliche Grundlage der Personalentscheidung. Der Lebenslauf muss dabei genauso wie das Anschreiben einer Bewerbung individuell gestaltet und der jeweiligen Situation sowie dem anzuschreibenden Unternehmen angepasst werden. Eine allgemeingültige Vorlage für den Lebenslauf gibt es also nicht – ähnlich dem Bewerbungsschreiben gilt es aber, dem inhaltlichen und formalen Aufbau besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und gewisse Regeln zu beachten.

Vorlage für den LebenslaufDie wichtigsten einzuhaltenden Vorgaben sind der maximale Umfang von 2 Seiten, ein lückenloser Aufbau des Lebenslaufes, sowie die amerikanische Reihenfolge des Aufbaus. Dabei wird die letzte, aktuellste Station zuerst genannt und sich chronologisch rückwärts fortbewegt, sowohl im gesamten Lebenslauf als auch innerhalb der einzelnen Rubriken. In der Praxis hat es sich bewährt, den Lebenslauf in vier Rubriken zu unterteilen, um eine gute Übersichtlichkeit zu gewährleisten und die relevanten Daten inhaltlich prägnant darzustellen:
Die Persönlichen Daten umfassen neben Kontakt und Anschrift auch Angaben zu Geburtsdatum und Ort, Familienstand und Kindern. Die Staatsangehörigkeit zu erwähnen empfiehlt sich eher bei ausländischen Bewerbern; Konfession und Angaben zu Eltern und Geschwistern werden nur bei inhaltlichem Bezug zu dem entsprechenden Beruf oder Arbeitgeber getätigt.

In der Rubrik Berufserfahrung gehen Sie auf Ihre beruflichen Stationen ein. Jede einzelne Station wird dabei durch die Angabe von ca. 3 – 5 Bullet-Points ergänzt – generell gilt: Je aktueller die aufgelistete Position, desto ausführlicher sollte ihre Beschreibung ausfallen. Praktika werden grundsätzlich mit angegeben, jedoch nicht durch Bullet-Points ergänzt. Ausnahmen und Besonderheiten sind hier von Berufseinsteigern und Azubis zu beachten. So sollten zur angestrebten Position bzw. Ausbildung passende Nebenjobs und Praktika unbedingt angeben und in Bullet-Points erläutert werden. Zusätzlich kann bei inhaltlicher Relevanz der Titel der Abschlussarbeit von Berufseinsteigern angegeben werden.

Unter der Gruppe Akademische und schulische Ausbildung werden sämtliche beruflichen, universitären und schulischen Ausbildungsgänge genannt. Während die universitäre Abschlussnote gelistet wird, ist von einer Angabe der Schulabschlussnote abzusehen; einzige Ausnahme stellt der Lebenslauf eines Azubis dar, welcher neben den Schulnoten auch Angaben zu Leistungskursen enthalten kann, sollten diese zur angestrebten Ausbildung passen. Keine Angaben hingegen werden zu Zivil- oder Wehrdienst gemacht. Es sei denn, der Dienst erfolgte nach dem Ende einer Ausbildung, womit eine Lücke im Lebenslauf entstanden ist.

In die Rubrik Weitere Qualifikationen werden Sprach- und IT-Kenntisse hervorgehoben. Weiterbildungen können, mit dem entsprechenden Zertifikat in Klammern dahinter, ebenfalls angegeben werden. Der Führerschein kann bei inhaltlichem Bezug Erwähnung finden. Zu Hobbys werden in der Regel keine Angaben gemacht. Ausnahmen kann es bei Azubis geben, deren Hobbys einen Bezug zur gewünschten Ausbildung aufweisen.
Den Abschluss eines Lebenslaufes bildet das linksbündig gesetzte Datum und Ihre eingescannte Unterschrift. Bei Aussehen und Form ist abschließend darauf zu achten, dass neben der Wahl einer sinnvollen Untergliederung, einem geeigneten Schrifttyp und -größe vor allem Eselsohren, Flecken, verwischte Druckerschwärze und eine billige Papierqualität zu vermeiden sind. Ihr Bewerbungsfoto gehört, falls vorhanden, auf das Deckblatt der Bewerbung und wird nicht auf dem Lebenslauf platziert.

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      Dieser Eintrag wurde am 17. Dezember 2010 um 15:31 Uhr von StepStone veröffentlicht und ist Teil der Kategorie(n) Lebenslauf wie. Sie können alle Antworten auf diesen Beitrag durch den RSS 2.0 Feed mitverfolgen.
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