Vorlage: Anschreiben für die Bewerbung als Personalleiter
Erfahrene Personalverantwortliche entscheiden in nur wenigen Augenblicken, ob Ihre Bewerbung vielversprechend ist oder nicht. Sorgen Sie deshalb dafür, dass der Personaler an Ihrem Anschreiben haften bleibt. Wer einige Regeln befolgt, kann schnell überzeugen. Die Experten von StepStone zeigen Ihnen anhand kommentierter Beispiele, wie das optimale Bewerbungsschreiben aussieht, diesmal ein Beispiel für eine Bewerbung als Personalleiter.
Sehr geehrter Herr
Sie suchen einen Personalleiter, der mit analytischer, strategischer und konzeptioneller Stärke für die komplette Personaladministration verantwortlich ist. Ich suche eine berufliche Herausforderung in einem spannenden Umfeld, die mich gleichermaßen fordert und mir Raum zur Weiterentwicklung gibt. Nachdem ich seit mehreren Jahren im Personalbereich arbeite und mit den Themen Rekrutierung, Personalentwicklung, Ausbildung, Organisation, Vergütung und Arbeitsrecht vertraut bin, bin ich nun bereit eine Position mit Führungsverantwortung einzunehmen. Ich habe meinen fachlichen wie persönlichen Horizont nach meinem Studium durch verschiedene Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen erweitert und mich bewusst auf einen Karriereschritt in die Führungsebene vorbereitet. Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit sind für mich wichtige Eigenschaften. Ich sehe mich als Dienstleister und Coach der Fachabteilungen und halte die Balance zwischen Durchsetzungsstärke und Integrationsvermögen. Dabei hilft mir meine Kommunikationsstärke ebenso wie meine Fähigkeit, mich in neue Sachverhalte schnell einzufinden. Fehlende Kenntnisse kann ich mir schnell und gezielt aneignen und besitze die dafür nötige Lernbereitschaft und Belastbarkeit. Von Ihrem Unternehmen weiß ich, dass Sie an mehreren Standorten expandieren und deshalb erhöhten Personalbedarf haben. Außerdem ist mir bekannt, dass in Ihrem Unternehmen die kontinuierliche Begleitung der Mitarbeiter durch gezielte Coaching- und Weiterbildungsmaßnahmen groß geschrieben wird. Zu dieser Art der innovativen und langfristig denkenden Personalpolitik möchte ich meinen Beitrag leisten. Für Sie wird es sicher von Vorteil sein, dass ich bereits bei Herstellern technischer Geräte gearbeitet habe und die Gegebenheiten eines international agierenden Unternehmens kenne. Für ein persönliches Gespräch stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Kommentar: Der Hinweis auf Lernbereitschaft im Falle punktuell fehlender Sachkenntnis spricht für den Bewerber: Schließlich kann niemand alles wissen. Dieser Kandidat hat erkannt, dass die Fähigkeit, sich fehlende Fertigkeiten schnell anzueignen ebenso wichtig ist, wie ein solides Basiswissen. Der Absatz, in dem der Bewerber begründet, warum er sich genau bei diesem Unternehmen bewirbt, untermauert die Ernsthaftigkeit seiner Bewerbung. Der Kandidat macht hier deutlich, dass er sich mit seinem potenziellen neuen Arbeitgeber gründlich auseinandergesetzt hat und über dessen Personalsituation bestens informiert ist. Ausgewählte Jobs auf arbeiten.de vom 03.09.2010: Ausgewählte Jobs auf stepstone.de vom 03.09.2010:
Mit freundlichen Grüßen
Der Kandidat spricht den Verantwortlichen persönlich an und stellt seine Erfahrungen und Fähigkeiten nachvollziehbar und glaubwürdig dar.
Auch hier fällt die Beschreibung der derzeitigen Aufgaben leider sehr allgemein aus. Mit der Nennung konkreter beruflicher Erfolge könnte der Kandidat punkten.
4 Kommentare zu diesem Artikel
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3.9.2010
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man sollte auf keinen fall “jederzeit”schreiben,da man dann auch z.B: auf dem klo,in der Dusche oder mitten in der Nacht angerufen werden kann…..In der Bewerbung sollte stehen, woher der Bewerber die Informationen zu dem Jobangebot hat. Der Bewerber erzählt viel über sich ,nennt aber keine direkten charaktereigenschaften (zu viele Blubbs)…er weiß aber viel über das Unternehmen ,was sehr gut ist….
MFG Mema…..
Diese Hilfe aus dem Internet bringt Menschen weiter, die Unterstützung brauchen. Ich finde genau diese Bewerbung lesenswert und nutze das Schriftstück für meine Freunde als Beispiel und bedanke mich für diese Möglichkeit. Mit freundlichen Grüßen Katja Beier
“Nachdem ich seit mehreren Jahren …” – warum schreibt er hier nicht die Anzahl der Jahre? Gleicher Platzbedarf aber mehr Informationsgehalt.
Zu Mama: Ich mag “jederzeit” auch nicht, aber sehe die Gefahr nicht so immanent: Unternehmen rufen nur zu unternehmenstypischen Zeiten an und wenn sie jemanden nicht erreichen, melden sie sich erneut. Jeder Mensch, der schon mal auf dem Klo war, billigt dies einem anderen auch zu.