Ab ins Ausland: Bewerben in Österreich

cat_bewerbung.gif71 Prozent der Deutschen können sich einer StepStone-Umfrage zufolge vorstellen im Ausland zu arbeiten. Besonders begehrt: Jobs in Österreich. Aufgrund der gemeinsamen Sprache verfügen Deutsche, die in der Alpenrepublik arbeiten möchten, einen Vorteil gegenüber anderen Ausländern. Beste Chancen haben Bewerber in den Zukunftsbranchen Gesundheit, Handel, Finance sowie dem stark expandierenden Dienstleistungssektor. Österreich – ein Traumland zum Leben und Arbeiten. Wir sagen Ihnen, was Sie bei einer Bewerbung für einen Job in Österreich beachten müssen.

Mit der richtigen Bewerbung zum neuen Job in Österreich

Daniela SchlickDie Quellen für die Jobsuche in Österreich sind ähnlich wie in Deutschland: Neben großen Tageszeitungen sind Online-Stellenbörsen wie www.stepstone.at gute Quellen, um geeignete Jobs zu finden. Im Großen und Ganzen ist eine Bewerbung in Österreich an ähnliche Vorgaben gebunden wie in Deutschland.

Das Anschreiben geht auf die persönlichen Stärken des Bewerbers ein und beschreibt seine spezielle Motivation sich auf den betreffenden Job zu bewerben. Darüber hinaus ist ein aussagefähiger Lebenslauf von höchstens zwei Seiten fester Bestandteil einer Bewerbung in Österreich.

„Bewerbungen in Österreich sind üblicherweise mit einem Bewerbungsfoto versehen – egal ob Online- oder Printbewerbung,“ erklärt Daniela Schlick, Personalleiterin von StepStone Österreich. „Außerdem gehören zu einer kompletten Bewerbung immer der Lebenslauf, das Anschreiben sowie das letzte Arbeitszeugnis.“ Schul- oder Universitätszeugnisse werden nur von Absolventen verlangt. Hat man den entsprechenden Bildungsabschluss nicht erreicht, sind Zwischenzeugnisse selten erwünscht. Bisherige Arbeitszeugnisse sind aber auf alle Fälle zum Bewerbungsgespräch mitzubringen – auch alte Unterlagen werden oft nachgefragt.

Ein wichtiger Unterschied zu Bewerbungen in Deutschland: Das Thema Gehalt wird in Österreich mit großer Zurückhaltung behandelt. Es wird frühestens im ersten Bewerbungsgespräch zur Sprache gebracht und dann auch erst vom Personalverantwortlichen des Unternehmens.

Für Bewerber aus Deutschland, die ihre berufliche Zukunft in Österreich sehen, sind Initiativbewerbungen besonders Erfolg versprechende Bewerbungen, da sie zu dem Wunsch im Ausland arbeiten zu wollen, passen. Zudem hat Daniela Schlick noch einen weiteren guten Tipp parat. „Kandidaten, die ihre Chance im Ausland suchen, stehen nicht nur beruflich, sondern eben auch privat vor einem großen Schritt. Daher sollten sie im Bewerbungsschreiben explizit darauf eingehen, wie sie die erste Zeit in einem neuen Umfeld konkret angehen möchten. Legt der Bewerber hier schlüssig dar, wie er die neue Situation meistern möchte, kann er gleich wertvolle Pluspunkte sammeln,“ so die Bewerbungsexpertin.

Jetzt direkt Jobs bei StepStone Österreich suchen: StepStone Jobsuche

Schlagwörter zu diesem Artikel: ,

13 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Max Meier sagt:

    Ich finde diesen Artikel sehr gut. Klasse Kommentare, gute Tipps

  2. Atze sagt:

    Du warst das erste Komemntar, du döllmer

  3. Tugba sagt:

    Finde ich sehr gut.
    Weiter so!

  4. perdedor sagt:

    naja

  5. krumschmid peter sagt:

    ich will echt gern arbeiten

  6. Andreas sagt:

    danke für diesen tollen artikel ! sehr gut geschrieben. gibt es solche tipps auch für die schweiz ? sehr viele deutsche wandern ja in die schweiz aus, soweit ich weis sogar noch mehr als nach österreich..

  7. Jörg sagt:

    GEMEINSAME SPRACHE…
    Ich habe den Schritt gewagt, von Berlin nach Wien zu ziehen.
    Zum Punkt gemeinsame Sprache, hier aber einige wichtige Erläuterungen, denn dieser ist nicht ganz richtig!
    Österreicher sprechen zwar auch Deutsch, aber eben nicht so wie in Deutschland.
    Kauft euch unbedingt ein Wörterbuch Deutsch-Österreichisch oder schaut im Internet nach solchen Seiten.
    Die Sprachbarriere ist gewaltig und lässt uns Deutsche gerade im Vorstellungsgespräch ziemlich unhöflich erscheinen.
    Ich will nicht darauf hinaus, dass hier verschiedene Dialekte gesprochen werden.
    Beispiele:

    Man “bittet” oder “freut” sich nicht über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, man “ersucht höflichst”.
    Gewöhnt euch Wörter wie höflich wieder an. Das hört man hier gern.

    Sagst du in der Verabschiedung im Telefoninterview “tschüss”, wars das mit Sicherheit. Auf wiederhören oder (eigentlich komisch, aber so ist es hier) auf wiedersehen kommen weit besser.

    Streicht “tschüss” am bestern völlig aus eurem Wortschatz.

    Hierzu dieser Link:
    http://www.kurier.at/freizeitundgesundheit/318500.php

    Zudem schaut, ob eure zukünftigen Chefs Titel haben. Dieser sollte immer genannt werden. Auch wenns für unsere Ohr ungewohnt klingt.
    Frau Magistra oder Herr Magister, Diplomingenieur oder Ingenieur. Bitte nie vergessen.

    LG, Jörg

  8. Andre sagt:

    Danke jörg, für die super Hinweise.

  9. Roxbox sagt:

    @Jörg.

    Sicher hast du Recht mit dem was du sagst, aber die Wiener sind ja nun eine Sache für sich. ;) Ich habe auch in Österreich studiert und gearbeitet, in Oberösterreich in der Nähe von Linz und dort ist es eigentlich üblich gewesen auch “tschüss” zu sagen.

    Würde diese hochgestochenen Eigenarten jetzt wirklich eher auf die Wiener abwelzen, als auf ganz Österreich, ohne das böse zu meinen.

  10. Nila sagt:

    Als gebürtige Österreicherin kann ich Roxbox nur Recht geben. Wien ist “Anders” als der Rest von Österreich. Auch das Ansprechen von Titeln, ist in der Privatwirtschaft eher nicht üblich. ABER die Beamten legen sehr viel Wert darauf lol….
    Eines stimmt. Wir sagen statt Tschüß bei einem Telefonat wirklich “Auf Wiederhören”. Außer ich telefoniere mit Deutschland. Da bleibts bei Tschüss. ;)

  11. Martin sagt:

    Wer den Schritt ins europäische Ausland grundsätzlich plant, möge sich vorab sehr intensiv über Arbeitsverträge, Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten, staatliche Förderung, Umzugskosten, Gesundheitsversicherung, Lebenshaltungskosten, Schulen / Kindergärten, soziales Umfeld, Miet- und Immobilienkosten informieren. Als Personal- und Unternehmensberater erfahre ich regelmäßig von Kandidaten, die sich mitunter nur von der neuen Aufgabe und der Verdienstmöglichkeit tragen lassen und erst später erfahren, welche weiteren Entscheidung vorab getroffen werden müssen. Auche eine Wocheendebeziehung Düsseldorf – Wien oder Frankfurt – Zürich sollte gut dabei überlegt werden.

  12. Harry sagt:

    @ Jörg:
    ….”bitte höflichst” passt vielleicht noch wenn du dich in Wien bei der Hofreitschule vorstellen willst :-)

    Ich glaube, der einzig wirkliche Unterschied liegt darin, dass man in Österreich nicht ganz so schnell auf den Punkt kommt.Socializing ist vor dem eigentlichen Gespräch wichtig.

    Darüber hinaus hat man sich in A an Deutsche gewöhnt. Man erwartet keinen Verhaltens-Österreicher wenn sich ein Deutscher vorstellt. Tschüss ist in Ö schon ein vertraulicher Gruß, eher wenn man per Du ist.

  13. Alexandra sagt:

    Nach vielen Jahren in Österreich kann ich nur folgende Tipps geben:
    - gepflegtes Hochdeutsch ist nicht nur ein Musthave sondern ein Pluspunkt, Österreicher schätzen, auch wenn sie es nicht zugeben und nicht nur in den Führungsebenen, dialektfreies reden,
    – die Bewerbungsunterlagen haben erst in den letzten Jahren angefangen den neuen Weg zu gehen ,weg von der losen Blatt Sammlung hin zu stylishen geordneten Bewerbungsmappen
    - die Aussage das man keinen Verhaltensösterreicher vorstellt wie Harry es sagte stimmt nicht ganz, im Gegensatz sogar liegt auf uns Deutschen /”Piefkes” ein hoher Erwartungsdruck das man von uns erwartet das wir vorbereitet sind und nicht ” das Land einfach einnehmen und eindeutschen”
    so rate ich jedem sich gut vorzubereiten , dabei helfen immer freiwillige Pratika in Betrieben / Einrichtungen wenn man die Zeit dazu sich schaffen kann . Dies kommt über aus positiv an !

Wie ist Ihre Meinung? Schenken Sie uns Ihren Kommentar!